Neuer Artikel angelegt
Juni 27, 2009
Meine Herrn, das UI fuer die wordpress blogs wurde ganz gut verbessert ebenso die weitgehende Lokalisierung.
Ich bin grad auf dem Muse Trip, ne ziemlich coole Kombination aus elektronik und rock. Dass Musik immer so klassifiziert wird? Techno, Elektro, Mechano, Chemo, Bio, Öko, EcoBlueMotion. Motio, Audio, Video, Otto, Katalogo, Brachialo.
Chemo klingt sehr medizinisch und scheußlich nach pharmakologischer Krebstherapie, Bio ist mehr irgendein Essen. Es war mir sowieso schon immer etwas suspekt, dass die Biologie ein so gutes Image genießt. Bio heißt auch, dass sich theoretisch, wenn es da nicht Chemo gäbe, ein so beschissener kleiner Organismus wie ne Bakterienzelle, einem so komplexen und wundervollen Werk wie dem Menschen, vorgezogen wird. Plagenperspektivisch wäre Bio also auch eine Landpest, ich glaube nicht, dass soviele Menschen an einer Chemischen Giftmischerei gestorben sind, wie an der feindlichen Natur. Aber Bio ist eben das Leben, aber manches Leben widerspricht, zumindest in Ansätzen, anderem Leben. So ne Bakterie denkt vielleicht nicht so weit, dass sie auf den Gedanken käme, es könnte mal vorbeisein mit der Herrlichkeit, wenn Ihre Nachkommen keinen Wirt mehr fänden. Ähnlich ist das mit den angestellten „Spitzen“Managern, den Bankster – Bossen.
Ahja, „Everything about you is how I wanna be
Your freedom comes naturally
Everything about you resonates happiness
Now I won’t settle for less“
Nun doch noch ein paar kleine Wortglaubereien, es macht mir einfach Spass
Whatever. Whatnot.
Hand aufs Herz, was die Hand nicht alles fuer eine Bedeutungsvielfalt bietet, wenn man mal die Hand an die Mottenkiste der eigenen Wortansammlungen im Hirn anlegt und anhand dieser aus erster Hand Sprüche, die von der Hand gehen, handhabt. Wenn diese Hand und Fuss haben, kann man Hand anlegen und mit Ihnen Hand in Hand gehen, liegt ja schliesslich alles auf der Hand, dazu muss man keine Hand rühren, aber sollte eine offene Hand haben und jemanden daran.
Bevor Ihr also händeringend dieselben über Eurem Kopf zusammenschlagt, lege ich mal meine Hände in den Schoss.
Good bye
Es ist folgendermaßen
Februar 27, 2007
wie es ist, es ist immer unterschiedlich und das einzig konstante und stete ist der Wandel, die Änderung. Ich bin mittendrin und hab abends meist kein solchen Bock mehr nach einem ganzen Arbeitstag am Bildschirm, dann nochmal was reinzuschreiben, oder sich hier in wilden Formulierungen zu überwerfen. Meine Kreativität lasse ich momentan in anderen Beeten sprießen. Es ist jedoch nie zu spät, etwas daran zu ändern. Sich wieder mehr in Richtung Computer zu bewegen und noch mehr am diesem abzuhängen, häufiger im Sommer in den Keller zu gehen, damit man sich die Informatikerblässe auch erhält, mehr zu quarzen, um die nächtlichen Egoshooter- Sessions durchzuhalten, mehr zu koksen, um auch mal Echtzeithacks erfolgreich zu gestalten, mehr Fertigpizzas einzuschieben.
mehr ist manchmal weniger…
bis denn dann mal
totgesagte
Januar 31, 2007
leben länger, doch echt. Und wenn du mich totschlägst, ich weiss es nicht !! Immer in einer, der alten, krummen Tour, auf die ich komme, die ich vermassle, die ich reise, dabei stets auf Trab und und dem Sprung sein, ohne einen in der Schüssel zu haben. Tränen lachend ohne im Tran zu sein, ohne auf die Drüse zu drücken. Ich sei, gewährt mir die Bitte in Eurem Bunde der Dritte, der lachende, der unter Druck kommt, der denselben auch macht, sich aber weder drückt, noch wie gedruckt lügt, an den Drücker will, doch nicht auf den letzten. Mit diesem Ganzen Drum und Dran gehts drunter und drüber.
Freie Assoziationen vereinigt euch.
Ich fühle mich, ja , keine Ahnung, ich sag mal: „Ein starkes Bier, beizender Tobak, und eine Magd im Putz, das ist nun mein Geschmack.
Filme nur in Deinem Kopf
November 29, 2006
Ist es nicht seltsam, dass man manche visuellen Erfahrungen machen kann, die niemals gesehen wurden noch gesehen werden? Aber spannend ist es und Grenzen gibt es nicht und es macht Freude, sich Bilder „in den Kopf“ zu setzen. Nach flapsigen Geplapper mit Kumpels und daraus resultierenden Anreizen zu einer merkwürdigen Story fang ich einfach an. „einfach Anfangen. eine gute Idee braucht keinen Diplom“ Aber wohl Geld, und das ist knapp. So, nicht abschweifen, bei der Sache bleiben…
Es ist stockfinster an der felsigen und kargen Küste. Das Wasser klatscht auf das Gestein, das sich dem Wasser hartnäckig zu widersetzen scheint. Mehrere dunkle Gestalten rennen den weniger steinigen Küstenabschnitt herab und holen schnell, aber ohne Hast und in eingeübten Bewegungen ein schwarzes Schlauchboot hinter einer Ausbuchtung hervor, die zuvor gar nicht ins Auge fiel. In langsamen Bewegungen schlagen die Wellen wieder und wieder auf das Gestein der Küste. Ein- zwei Handgriffe und Juri hat den Knoten an dem das Boot befestigt war, vom Stein gelöst. Mahmoud steht da, man sieht nur seine Silhouette, er sieht unwirklich aus. Wenn man ihn aus dem inneren der Ausbuchtung betrachtet, wie er das Tarnnetz löst, kann man das sanfte Lächeln in seinem Gesicht vernehmen. Das Auge passt sich der Dunkelheit an. Bald wird das nicht mehr so sein, bald geht die Sonne auf, dann werden wir unterwegs sein. Mein Befehl ist nur ein Nicken, Worte brauchen wir schon lange nicht mehr, die Aufgaben sind bekannt, zu lange sind wir im Geschäft. Tatjana und Elena haben bereits die leichte Ware herangeschafft. Der Weiße Staub aus Columbien und Afghanistan. Wir machen aus dem Weißen Staub einen Schimmel mit Flügeln. Ein Pegasus. Seit dem Beginn meiner Karierre in der Logistik zeit- und sicherheitskritischer Objekte kann ich den inneren Stress nur durch einen gewissen Eigenkonsum bändigen. Dann ist jedesmal der Zeitpunkt gekommen, da flammt der Gedanke an den Schimmel wieder auf. Ein weißes Pegasus entkommt einem glitternd und glitzerndem, erstaunlich schönen, aber tödlichen Feuermeer. Feuer, ja, das ist unsere schwere Ware und unsere Bestimmung. Die Verteilung übernimmt Mahmoud, er kennt sich in landestypischen Gepflogenheiten, wie diesem Hin- und Herdiskutieren, bis man den Preis hat, und selbstverständlich, in der Sprache aus. Libanesisch ist ja nichts für Anfänger. Ich bin der Boss. Das wissen sie, ich hab den Draht nach Oben, zu Leuten, die Leute kennen. Weißrussland liefert gute schwere Ware. Gefragt sind vor allem günstige Raketen und jede Menge Gewehre. Deshalb hab ich mir diese Nacht- und Nebelaktion ausgedacht. Im Grunde nichts Neues- altbewährt und es klappt doch jedes Mal. Bei der Gelegenheit nimmt man je nach Beladung auch leichte Ware mit. Der Zeiger tickt, es ist still, ich hab die Uhr, das Boot ist zu Wasser gelassen, wir stehen nebenbei ich nicke in die Runde. Es gilt. Juri startet den Außenborder und Elena hüpft mir auf den Schoß- sie heizt die Konkurrenz zu Tatjana an, die zuletzt meine Gunst erworben hatte. Dabei kommt das Schiff fast in Schlingerbewegungen, als Tatjana zum Gegenangriff ansetzt. Dieser wird von mir durch einen Grunzlaut unterbrochen, der die Stille durchbricht. Tatjana schmollt. Der Wind schneidet ins Gesicht, wir sind schon ein gutes Stück im Wasser, die Felsen sind nunmehr im Zusammenhang als Küstenmassiv zu erkennen. Kein Wunder, dass hier niemand vorbeikommen will. Viele tüchtige Seemänner hat Ihr Leichtsinn hier das Leben gekostet, bei mir ist das die geringste Gefahr. Die Mädels sind wieder aktiver, sie küssen sich zärtlich, um dann gemeinsam auf mich umzusteigen. Wir sind in tieferem Gewässer, ich übernehme das Steuer, Seichtes war noch nie mein Ding. Juri schaut eifersüchtig zu mir Herüber, als Ihn mein Blick trifft, ist er wieder der alte, winselnde, treue Hund. Mahmouds Träume, denke ich mir immer, sind voller arabischer Jungfrauen. Wenn er dereinst sein eigenes Sultanat gegründet hat, das sagt er, würde er sich ein Harem der schönsten Frauen des ganzen arabischen Subkontinents aufbauen. Er sei ein Frauenfreund, keine seiner Frauen würden zu kurz kommen. Juri ist da anderer Meinung. Er hat eine Frau, auf die ist Verlass, die liebt Ihn- und hat keine Ahnung, was er da so die ganze Zeit mit unseren Transporten ausheckt. Ich hab gelernt, meine Moralvorstellung der polischen und wirtschaftlichen Lage anzupassen. Seitdem läuft das Geschäft und die Gewinne sprudeln. Ich bin der harte Hund, mein Ruf ist dermaßen hart, dass sich niemand traut, mit mir ins Gespräch zu kommen, da Informationen über mich tödlich sind. Und sind wir Menschen nicht alle gleich? Wir hängen an unserem Leben bis- vielleicht eines Tages, wir früher als nötig, hängen, aber nicht mehr am Leben. Am Horizont ist die Sonne aufgegangen, orange, violette und blutrote Töne schimmern über das Schwarze Wasser. Ein leichter Nebel hüllt die libanesische Küste ein. Tatjana legt eine Line und Elena reicht mir mein kleines Stück Elfenbein, ich ziehe. Es geht mir gut, die Mädels tun es mir nach, die Sonne scheint viel mehr Rot, das Meer ist Rot, es flattert. Nein, das sind Rotoren. Die IDF hat uns entdeckt, ich gebe Vollgas, Elena und Tatjana schmiegen sich an mich. Juri schreit, Mahmoud packt die Gewehre aus, die Wellen klatschen an unser Boot. Meine Sonnenbrille sitzt, ich habe das Gefühl, ich könnte noch ne Prise vertragen. Ein Blick genügt und Tatjana legt wieder ne Line, gibt mir das Elfenbeinstück. Elena hat sich auch eine gelegt, fällt aber mit einem Ruck zur Seite. Das war ein Treffer, dacht ichs mir doch, die pfeifenden Geräusche sind von Schüssen, oder war das Boot am Sinken? Ich zieh mir noch eine rein, und ich lache Tatjana an. So ist das in unserem Geschäft. Deshalb sitze ich am Steuer. Festhalten, das gibt einen Zickzack- Kurs. Mahmoud gibt die Gewehre weiter und packt eine Panzerfaust aus. Juri konnte seine guten Vorsätze nicht halten und ißt die frischen Pilze aus Südamerika. Kurz darauf schreit er nur noch hysterisch rum und spielt mit der toten Elena. Er nimmt Ihre Hand, spricht Sie mit dem Namen seiner Frau an, gibt sich mit Ihrer Hand Ohrfeigen. Da sehe ich ein graues Schiff auf uns zukommen, eine Schwarz-Rot-Gold- Flagge weht im Fahrtwind. Mahmoud feuert die Panzerfaust, die schlägt ein und produziert auf dem Boot wohl echtes Erstaunen. Wir befinden uns wieder im Flammenmeer, doch irgendwie lahmt der Pegasus heute. Schlag kräftig mit Deinen Flügeln, mein junger Schimmel! Nur kurz sehe ich, dass sich vom Kampfhubschrauber der Israelis eine Rakete gelöst hat. Der Einschlag ist wuchtig, ich höre nichts. Aber meine Sonnenbrille sitzt. Ich gehe im Strudel unter, überall um mich Wasser. Ich versinke im Flammenmeer, unser Pegasus ist vekohlt, ich schaue das Boot an und bemerke, dass es schwarz ist. Feuer ist unsere Bestimmung. Wir haben kein weißes Pferd. Einen Rappen haben wir, ich bin der schwarze Reiter und gehe unter. Oder auch nicht. Ich finde mich wieder vor einem perlenden Bitter- Lemon- Glas, in das ich im Tagtraum hineinstarre. So ist das in unserem Geschäft.
was kommt wohin
Oktober 2, 2006
Wie ordne ich was wohin? Wie kann ich dies und jenes wohin strukturieren? Diese Fragestellungen stellen sich fragend einem gegenüber. Ich sehe in meinen Tagträumen ein fragendes Gesicht. Eine Art Affe, der mir in buckeligerHaltung, mit langen Armen, leicht wippend, gegenübersitzt. Er sitzt auf einem Ast und starrt mich fragend an. Ab und zu kratzt er sich hinter dem Ohr und schiebt sich seine über das Auge gewachsenen Haare weg. Sein fragender Blick bleibt auf mich gerichtet. Er wippt weiter, immerzu, ab und an greift er lässig nach einer Mücke, die Ihn zu ärgern scheint. Gelegentlich wischt er sich auch über den Mund, da fällt mir auf, dass er sabbert.
Au Mann, wenn ich in meine Arbeit mein Quellcode in Schriftgröße 8 reinposte, dann wird die Arbeit um 98 Seiten verlängert. Nur Quellcode. Nun überlege ich, ob ich den outsourcen soll und ein kleines Zusatz-Code-Booklet als Anhang für die Master- Thesis bereithalten soll.
Jaja, da sabbert er wieder, und er schaut mich immer noch so fragend an? Was wohin, warum? Keine Ahnung. Ich schreib wohl erst einmal ein Kompendium, dann werden ichs wohl splitten. Also kein „Divide et Impera“, sondern ein „Ganz Gallien ist erobert“, und danach, mal sehn, was noch bleibt, was die Rolle des kleinen Widerstand leistenden Dorfes spielen möchte.
Das kleine Dorf ist sowieso nur ne Fantasiegeschichte. Julius hat gewonnen, gegen Vercingetorix, bei Alesia, und gegen viele weitere „Barbaren“, ist alles in „de bello gallico“ beschrieben: “Gallia est omnis divisa in partes tres, quorum unum incolunt belgae…”
So. Genug angegeben. Schönen Tag auch.
Oh wie schlecht
September 7, 2006
sind doch die Tage, an denen Fehlerfindungsprozesse sich als schwierig gestalten, an denen Werkzeuge wie Debugger nicht möglich sind, aufgrund der fehlenden seriellen Schnittstellen. Dann verfällt man irgendwann in ein Lamento vielleicht folgender Art:
Oh wie schlecht dass niemand weiß, wie der Fehlerteufel heisst.
In diesem Falle ist das Königskind, das das Stilzchen von Dir haben will, die Funktion deines Systems, dein Baby. Um den Fehler zu finden, suchst Du nach den Ursachen, den „Namen“.
„Als am andern Tag das Männchen kam, fing sie an mit Caspar, Melchior, Balzer, und sagte alle Namen, die sie wußte, nach der Reihe her, aber bei jedem sprach das Männlein: »So heiß ich nicht.«“
So heißt der Fehler nicht, nein, nein, nein. Dann fängst Du an, nach den ungewöhnlichen Fehlern zu suchen.
„Den zweiten Tag ließ sie herumfragen bei allen Leuten, und sagte dem Männlein die ungewöhnlichsten und seltsamsten vor, Rippenbiest, Hammelswade, Schnürbein, aber es blieb dabei: »So heiß ich nicht.«“
Immer noch nichts. Dann glaubst Du, du findest Ihn nicht, den Fehlerteufel, bis er alsdann seinen Namen doch verrät. Tief verborgen im Wald tanzt er um sein Feuerlein und freut sich, dass er Dir einen Fehler unterjubeln konnte.
Wenn man also an einen hohen Burg um die Waldecke kommt, wo sich Fuchs und Has gute Nacht sagen, sieht man sodann den lächerlichen Fehlerteufel, wie er krummen Rückens mit Krückstock auf einem Bein um das lodernde Feuer hüpft.
Heute hack ich, morgen ändere ich die Anforderungen,
und übermorgen dokumentier ich nicht mehr,
ach wie gut, dass niemand weiß,
dass ich diabolus errati heiß.
Und da ward er entdeckt, und alles ward gut und wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie noch heute.
Neues aus der Praxys des Creativschreibens
September 3, 2006
So, da bin ich nun und stehe vor meinem Werk, des Internetblogs. Es ist mir irgendwie fremd geworden, in der Zeit. Eine Auszeit, eine künstlerische, künstliche Zeit, die ich brauchte, oder auch nicht. War es die Faulheit? Mein Volk, war es meine Faulheit, welche mich hat Abstand nehmen lassen, von den Gedanken, sie zu schreiben, sie auf eine virtuelle Folie aufzutragen, um sie zu konservieren? War es mein künstlerischer Anspruch, nicht die Norm und die Regelmäßigkeit einzuhalten, mit der man dann Schritt halten soll? Oder wollte ich mich einfach eine Weile nicht kümmern. Ich denke, letzteres war es. Alles was hier geschrieben wird, fällt letztlich den Capitalists of WordPress in die Hände, ist Ihr intellectual property. Wie auch immer, ich setze darauf, dass es den Konzern noch ne Weile gibt, und ich noch ne Weile Freude am Virtuellen Internettagebuchschreiben habe.
Hier bin ich also zurückgekehrt: „Ich kehre in mich selbst zurück und finde eine Welt“ (J.W.v.Goethe)
Wissenswertes aus der Lebensmittelindustrie
Juli 26, 2006
Moinsen, ich hab hier ein paar lustige Fakten über die Trends der Lebensmittelindustrie:
A Probiotischer Joghurt, gut für die Gesundheit, blablabla, usw.
Die einzige in einer Studie in Skandinavien nachgewiesene signifikante Wirkung war ein Leberabszess bei einer Frau, der vermutlich auch mit deren genetischer Disposition zu tun hatte.
Die entsprechenden Bakterien, die hineingekippt werden, die werden vom natürlicherweise mit Bakterien besiedelten Darm gar nicht „rangelassen“.
Der Clou: die probiotischen Bakterien sind biologisch, d.h. sie wurde vom Tier oder vom Menschen aus dem Darm gewonnen. Find ich ziemlich lustig, die Vorstellung.
B natürliche Aromen, ach so natürlich, welche Schönheit, welche Reinheit
Jo rein müssen die natürlichen Aromen schon sein, sie werden ja schließlich aus der Natur gewonnen: zum Bleistift sind die Schimmelpilze die natürlichen Geschmacksträger unser aller Essen mit Pfirsich und Cocos- Geschmack. Bounty hat sozusagen ganz schön geschimmelt, ebenso der Pfirsich- Eistee. Oder wollen wir etwas Himbeer- Eis. Ja da greife man zum Zedernholz, eine gar edle Variante jenes Zellstoffes, der so gut schmeckt…
C Cola, Kaffee, usw. ohne Zucker…
macht bei den richtigen Süsstoffen einfach mal dick. Das ist so ne lustige Reaktion des Körpers, da er Süßes aufnimmt und merkt: „Hoppla, da kommt ja gar keine Energie“ schaltet er auf übelste Fetteinlagerung um. Dies führte dazu, dass es mittlerweile Gang und Gäbe ist, in Schweinemastbetrieben immer schön Süßstoff dem Kraftfutter beizumischen. Das bringt bare Münze.
D Zitronensäure, das erfrischende Prickeln
Jau, wer kennt sie nicht, wer geniest sie nicht, die Ztronensäure, sauer macht lustig. Lustig ist auch, das diese Zitronensäure von einem Schimmelpilz erzeugt wird. Und zwar ziemlich genau der, der im Bad die schwarzen Flecken macht. Aber die Industrie ist noch lustiger, denn: der Schimmelpilz erzeugt auch Gips, und das kann er in guten Mengen tun. D.h. die Instrustrie, die die Rehgipsplatten herstellt, ist ein Zulieferer der Lebensmittelindustrie.
Soweit, so gut, ich finds lustig, und hol mir grad mal ne Capri Sonne Himbeer aus dem Kühlschrank. Also schön Zedernholz mit etwas Schimmelabbauprodukt bei der Gipsherstellung und Leitungswasser. Na denn Prost
Da bin ich wieder, der Zeitgeist hat mich angesprochen und ich wollte nicht tatenlos bleiben, sondern musste antworten. Nach dieser, wie man bei Künstlern gerne sagt, kreativ- schaffenden Pause, gibts einiges zu berichten. Ich muss allerdings gleich anfangs eines klären: ich bin zu faul, diese, und jene, und alle möglichen erzählenswerten Ereignisse hier meiner Leserschaft eigens zu berichten.
Ich erzähle lieber, so wie es meine Art ist, etwas wirr und eben dies und jenes was mich nun, in diesem Moment des Schreibens bewegt und reizt. Unerhört gereizt hat mich eben die Erfahrung, ohne Handy ausgeliefert zu sein. Ich bin heute sowieso nicht so auf dem Pfad der Tugend und des Fleißes geschlendert, sonder vielmehr auf einem Holzweg daneben,soll heißen, ich hab mir viel vorgenommen und recht wenig realisiert. Dafür hab ich meinen Radlervorrat geplündert und das Ende von Herbert Watterotts Kommentaren mitbekommen, ein Schritt in die Zukunft des Radsports. Des Abends dachte ich mir noch, fährste an den Strand, aber so weit (5km) hätte mein Benzin nicht gereicht, also Tanke und wech.. Touristenmassenkolonnen an Fahrzeugen fahren mir entgegen und ich sehe meine Entschlusskraft sinken, mich an diesen oder jenen Strand zu gesellen. An sich alleine gehalten und mit Fahrzeug mobilisiert kann man recht schnell die Entschlüsse abändern. Ich fuhr noch zum Strand, der hat mir dann nicht gefallen und ich bin umgekehrt. Die Sonne war auch weg. Schnell der Sonne hinterher nach Wismar zurück und ins „Wonnemar“, direkt neben meinem Wohnheim. Wo ist nur mein Handy und meine Digitalkamera? Wo sind die hin? Egal, wahrscheinlich hab ich sie in der Wohnung vergessen. Dann bin ich 5 min. vor Kassenschluss noch ins Wonnemar und habe mehrfach vergleichende Tests der „Kamikaze“ und „Turbo“- Rutsche durchgeführt. Nach drei Runden Seniorenschleuder und Warmhaltebecken (ich kann mir gut vorstellen, warum es in gewöhnlichen Schwimmbädern in Whirlpools keine gelben Fließen gibt), nochmal kurz raus in die Sonne, aber es hat sich schon merklich abgekühlt. Dann ein paar Bahnen reguläres Schwimmen und raus aus dem Becken, der Umkleide, dem Bad. Dann verspüre ich in der unteren Magengegend so ein leichtes, aber eindringliches Gefühl des sanften Hungers, sagen wir: „Lust haben auf Pizza“. Nun habe ich mir eben noch ne Pizza geholt, etwas unruhig habe ich sie gegessen, aber da war er wieder -der Gedanke, wo ist mein Handy? Zurück ins Wohnheim mit der Gewissheit und Hoffnung: „ich hab die Sachen vergessen“. So bin ich sehr schnell hoch in die Wohnung gesprintet. Als ich in derselben derselbiges nicht auffinden konnte, habe ich getan, was schon mal sehr nützlich gewesen war: Handylokalisierung. Und das war ein derber Schlag ins Wasser. Denn mein Handy hat sich laut Lokalisierung so ziemlich zentral in der Wismarer Bucht mitten im Wasser befunden. Maximal hätte da noch der Stadtteil Wendorf infrage kommen können. Dann bin ich aber schnell zu meinem Auto gelaufen und freundete mich schon mit dem Gedanken an, noch einmal an den Strand zurückzufahren, weil ich da kurz meine Sachen abgelegt hatte, bevor ich- nach 5min -wieder aufbrach. Ich mache die Tür des Autos auf und da sind sie beide: Meine DigiCam und das Handy, welch ein glücklicher Anblick, und welch ein Abschluss des Tages. In einer Kurve wohl aufgrund der Fliehkräfte in die Ecke gedrängt, konnten sie sich nur noch in eine Lücke zwischen Beifahrersitz und Fussmatte flüchten.
Was hat das mit Gitarre und Mannheim zu tun? Nichts. Gitarre lerne ich zur Zeit ein wenig nebenher und Mannheim ist eine Stadt, in der ich letztes Wochenende war. Nur so – nicht mehr.
Salto
Juni 21, 2006
Ja, das alles ist schon spannend, da schießt der Neuville in der Nachspielzeit noch den Siegtreffer gegen Polen und nun ein 3:0 gegen den Überraschungs- Weiterkommer Equador. Klose überschlägt sich, wie auch die Schlagzeilen, die über Ihn hinweg wuchern. Wir sind praktisch Weltmeister. Im feiern vielleicht, aber jetzt kommts zum ersten Mal wirklich drauf an und diesmal ist der Weg ins Finale mit Favoriten gepflastert. Wenn das mal kein Holzweg wird, wo diese Euphorie hinführt. Aber ich will hier nicht orakeln. Jeder will das, Tipps abgeben, Vermutungen anstellen, Gründe finden. Es ist das Spiel über das Spiel. Ich habe einen ziemlich poetischen, wie ich finde, Satz über Orakel gefunden: "Die Natur, so viel davon ein sterbliches Auge sieht, gleicht abgebrochenen Orakelsprüchen aus dem Munde der Gottheit" (Willhelm Heinrich Wackenroder, "Herzensergießungen eines kunstliebenden Klosterbruders"). Über das etwas plattere Wort -Vermutungen- hab ich auch ein etwas platteres Zitat: "Computer ersparen Vermutungen, Bikinis tun dies auch." (Lothar Schmidt). Mittlerweile habe ich auch ein paar weitere Photographien erstellt, ich werde sie demnächst in die entsprechende Rubrik stellen.